Pilates im Trend
Eine falsche Körperhaltung, die in der Gesellschaft insbesondere durch Sportmangel verursacht wird, sorgt immer häufiger für verschiedene Beschwerden wie beispielsweise Gelenkschäden oder Rückenschmerzen.
Der 1880 in Deutschland geborene Joseph Hubert Pilates befasste sich mit diesem Problem schon seit seiner Jugend. Als er während des Ersten Weltkrieges zum Aufenthalt in einem englischen Internierungslager gezwungen wurde entwickelte er schließlich die Grundidee der heutigen Pilates-Methode. Nach dem Krieg wanderte er 1923 in die USA aus, wo er auch sein erstes Pilates Studio eröffnete. Anfangs fand das Ganzkörpertraining vorwiegend bei Tänzern und berühmten Persönlichkeiten, die auf eine fehlerlose Haltung angewiesen waren, großen Anklang. Hinsichtlich der Trainingsmethoden war Pilates für damalige Verhältnisse sehr innovativ und erstellte für jeden seiner Klienten ein individuelles Übungsprogramm.
Mittlerweile hat sich Pilates aber zu einem weltweiten Trend in den Fitnessstudios entfaltet. Das liegt daran, dass diese Art der körperlichen Betätigung besonders schonend durchgeführt wird und keinen Anspruch auf Alter oder Leistungsniveau erhebt. Auch die Ausrüstung für die meisten Übungen ist schlicht gehalten. Der Teilnehmer benötigt nur bequeme Sportbekleidung und eine Übungsmatte. Kleingeräte wie Sitzball, Elastikband oder Balancerollen steigern die Effektivität des Ganzen.
Alle Pilates Übungen werden langsam und fließend ausgeführt. Dabei steuert der Geist gezielt Atmung sowie Bewegung. Des Weiteren sind Dehnung, Entspannung essentielle Punkte in jeder Übungsstunde. Denn die Ausgeglichenheit des Bewegungsapparates fördert zusätzlich das Wohlbefinden.
Die Erfolge der Pilates-Methode zeigen sich bereits nach wenigen Trainingseinheiten. So unterstützt Pilates den Aufbau der Muskulatur, Straffung des Gewebes und der Figur, Schulung der Bewegungskoordination sowie Stabilisierung der einwandfreien Körperhaltung. |


