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 Hauternährung und Anti Aging 

 

Fette aus der Nahrung sind nicht nur Energieträger, sondern haben einen maßgeblichen Einfluss auf viele Körperfunktionen, allen voran aufs Immunsystem und den Entzündungsschutz. Greifen wir zu den richtigen Fetten, können wir Körper und Haut in ihrer Abwehrkraft stärken, Alterungsprozesse verlangsamen und ernsthaften Krankheiten vorbeugen. Entscheidend für den Wert eines Öls oder Fettes ist dabei die enthaltene Fettsäure.

hautpflege-01Doch heutige Ernährungsgewohnheiten mit ihrem hohen Anteil an Fleischprodukten, Fertiggerichten und Fast Food liefern dem Körper vor allem cholesterinreiche gehärtete Fette und entzündungsauslösende Omega-6-Fettsäuren. Die in einigen Pflanzenölen und Fischen enthaltenen gesunden Omega-3-Fettsäuren, die sich durch wichtige entzündungshemmende Eigenschaften auszeichnen, haben dagegen kaum noch einen Platz auf dem Speiseplan des modernen Menschen.

Und selbst wer in der Küche auf die Verwendung von reinen Pflanzenölen mit ungesättigten Fettsäuren Wert legt, erweist seiner Gesundheit nicht unbedingt einen Dienst. Die lange Zeit für gesund gehaltenen Sonnenblumen-, Distel- oder Traubenkernöle enthalten zum Beispiel ebenfalls viel Omega-6-Fettsäuren, die im Organismus zu entzündungsfördernden Substanzen umgewandelt werden. Damit nicht genug: da die Omega-6-Fettsäuren von den selben Enzymen verstoffwechselt werden wie die Omega-3-Fettsäuren, nehmen sie bei reichhaltiger Aufnahme einen Großteil der Enzymkapazität in Beschlag, so dass die gesunden Omega-3-Fettsäuren nur in geringem Maße verwertbar gemacht werden können.

Noch gravierender wirkt sich allerdings eine fleischreiche Ernährung auf das körpereigene Fettsäurenverhältnis aus. Insbesondere Schweinefleisch, Wurst und Innereien enthalten nämlich einen hohen Anteil an Arachidonsäure, einer besonders gesundheitsschädlichen Omega-6-Fettsäure.

Arachidonsäure löst Entzündungsreaktionen in allen Körperbereichen aus, behindert die Immunabwehr und verstärkt das Schmerzempfinden. Sie vermindert die Fließeigenschaften des Blutes und verengt die Gefäße. So wird sie zum Auslöser für rheumatische und arteriosklerotische Krankheiten, Allergien und Neurodermitis. Auch in Alterungsprozessen spielt die Arachidonsäure eine Schlüsselrolle. Eine fleischreiche Ernährung macht sich so irgendwann auch im Aussehen bemerkbar, sorgen doch die unterschwelligen chronischen Entzündungen in der Haut für frühe Faltenbildung und Gewebeverfall.

Ein Umdenken in der Ernährung und Hauternährung ist also notwendig. Denn mit der Aufnahme gesunder Fette lassen sich die altmachenden Entzündungsprozesse nicht nur verhindern, sondern bis zu einem gewissen Grade sogar umkehren. Die essenziellen Omega-3-Fettsäuren, zu denen die Alpha-Linolensäure, die Docosahexaensäure und die Eicosapentaesäure zählen, wirken im Organismus nämlich als Gegenspieler der Omega-6-Fettsäuren. Diese Fettsäuren, die vor allem in Lein-, Raps- und Hanföl sowie fetten Kaltwasserfischen enthalten sind, bilden entzündungshemmende Botenstoffe und stellen eine machtvolle Waffe gegen alle Arten von Entzündungsvorgängen im Körper dar. Sie unterstützen maßgeblich das Immunsystem und die Funktion des Nervensystems. Mit ihrer antientzündlichen und durchblutungsfördernden Wirkung beugen sie Arteriosklerose, Rheuma und Herz-Kreislauferkrankungen vor. Außerdem sind sie in allen Zellmembranen, insbesondere in der Retina des Auges und im Gehirn angelagert. Auch für die Hautgesundheit spielen die Omega-3-Fettsäuren eine bedeutende Rolle und stärken die hauteigene Barrierefunktion, Nährstoffversorgung und Durchblutung. Nicht zuletzt schützen sie vor Allergien und Unreinheiten und verhindern oder verlangsamen entzündungsausgelöste Alterungsprozesse.

Eine "Anti-Entzündungsernährung"- skin food muss also in erster Linie einen hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren enthalten. Damit diese vom Körper auch verarbeitet werden können, ist zusätzlich eine möglichst geringe Aufnahme von Omega-6-fettsäurehaltigen Lebensmitteln wichtig. Insbesondere Arachidonsäure reiche Fleischprodukte sollten eher gemieden werden. Ganz sollte man insbesondere das besser bekömmliche magere Fleisch aber nicht aus der Ernährung verbannen. Denn in Maßen genossen stellt Fleisch immer noch einen der wichtigsten Proteinlieferanten dar. Und auch Proteinmangel lässt schneller altern.